Tarife für Tablets

Für Tablets kann man je nach Karten-Anschluss Tarife für Notebooks verwenden oder eigene Tablet-Tarife. Spezielle Tablet-Tarife sind als Fair-Flatrates mit monatlichem Datenvolumen angelegt.

Nutzt man andere Tarife, hat man mit dem Tablet auch die Möglichkeit, Prepaid-Tarife zu nutzen.

Mini-Sims und Micro-Sims

Die meisten Tablets benutzen herkömmliche Sim-Karten, die Mini-Sims. Diese werden auch in UMTS-Sticks, Notebooks und den allermeisten Smartphones verwendet. Diese Sim-Karten messen 25 mal 15 Millimeter. Wenn der Vertrag es zulässt, kann man die Sim-Karte also auch in einem Tablet nutzen anstatt in einem UMTS-Stick. Sim-Karten aus reinen Smartphone-Tarifen sind für die Nutzung in Tablets nicht vorgesehen, außer es ist im Vertrag explizit erwähnt.

Einige Tablets verfügen über einen Micro-Sim-Kartenslot, zum Beispiel Apples iPad und iPad 2 oder das Galaxy Tab von Samsung. Für diese Geräte braucht man spezielle Tarife, die mit einer Micro-Sim ausgeliefert werden. Eine Micro-Sim ist technisch identisch mit einer Mini-Sim, jedoch ist der Plastikträger kleiner, er misst nur 15 mal 12 Millimeter. Mit etwas Bastelgeschick kann man mit einer Schere aus einer herkömmlichen Mini-Sim eine Micro-Sim basteln und auf diese Weise doch auch Tarife mit Mini-Sim-Karten in Tablets wie dem iPad oder Galaxy Tab nutzen. Ungeübten Bastlern ist dies allerdings nicht zu empfehlen, denn der Chip auf dem Plastikträger kann leicht beschädigt werden.

Das Prepaid-Prinzip

Je nach Anschluss oder Bastelgeschick stehen Tablet-Nutzern also eine Vielzahl von Tarifen offen: Zum einen gibt es Prepaid-Tarife, bei denen man im Voraus auf ein Guthabenkonto einzahlt und nur zahlt, was man verbraucht. Zum anderen gibt es Postpaid-Tarife, bei denen per monatliche Rechnung gezahlt wird und bei denen in der Regel Monatsgebühren anfallen.

Prepaid-Tarife funktionieren alle nach dem gleichen Grundprinzip: Man zahlt Geld auf ein Guthabenkonto ein, entweder per Aufladebon, online oder per SMS. Bucht man einen Tarif oder ein Paket, wird das Geld sofort vom Guthabenkonto abgebucht. Ist kein Geld mehr auf dem Guthabenkonto, sind keine Dienste mehr möglich. Zusatzkosten können nicht entstehen. Dadurch hat man stets die volle Kostenkontrolle und tappt in keine Kostenfallen.

Zeitpakete sind Mischformen

Es gibt mehrere Varianten von Prepaid-Tarifen: Da sind Zeitpakete, die für einen gewissen Betrag das Surfen in einem Zeitraum zwischen 9 Minuten und drei Monaten erlauben. Während des Zeitraums steht eine bestimmte Menge an Daten zur Verfügung. Ist diese Datenmenge verbraucht, wird die Verbindung beendet und ein neues Paket muss gebucht werden. Die gebuchte Zeit ist also sozusagen als Verfallsdatum der Datenmenge zu sehen, die Zeitpakete sind in Wirklichkeit eine Mischung aus Zeit- und Volumentarifen.

An Volumengrenzen stößt man in der Regel aber nur bei größeren Zeiträumen. Innerhalb von kurzen Intervallen wie neun oder 15 Minuten Datenmengen von einem Gigabyte zu verbrauchen, ist selbst bei Spitzengeschwindigkeiten kaum zu schaffen. Gerade bei einschlägigen Discountern wie Bildmobil, RTL oder Sport 1 gibt es Prepaid-Zeitpakete auch mit einer Micro-Sim, sind also komfortabel auch mit iPad oder Galaxy Pad nutzbar. Zeitpakete eignen sich vor allem für die Tablet-Surfer, die bereits ein Gerät haben und nur gelegentlich mobil ins Internet gehen wollen, dann aber durchaus auch viele Daten übertragen wollen.

Laufzeitverträge sind der Klassiker

Es gibt auch sogenannte Prepaid-Flatrates. Diese Tarife werden ebenso im Voraus abgegolten, bieten aber für einen bestimmten Zeitraum Surfvergnügen, bei dem die Verbindung nicht einfach gekappt wird. Im gebuchten Zeitraum, sei es ein Tag oder ein Monat, steht wie bei den Zeitpaketen eine Datenmenge im Tariftext, doch hier wird nach Verbrauch des Volumens lediglich die Datenrate gedrosselt, meist auf 64 Kilobit pro Sekunde. Diese drastische Einschränkung lässt allerdings nur noch einfache Internetanwendungen wie Text-E-Mails oder einfache Webseiten zu. Gerade Monats-Prepaid-Flats verlängern sich oft automatisch um je einen Monat, wenn genug Geld auf dem Guthabenkonto ist. Damit ähneln sie Laufzeitverträgen.

Laufzeitverträge sind auch für Tablets weit verbreitet. Sie bieten ein gewissen Datenvolumen pro Monat und kosten Gebühren, die am Ende des Monats eingezogen werden. Die Laufzeiten variieren zwischen einem und 24 Monaten. Bei Laufzeitverträgen ist es üblich, Anschlussgebühren zu verlangen. Das monatliche Datenvolumen zeigt die Menge an, nach deren Verbrauch auf 64 kbit/s gedrosselt wird. Für Tablets gibt es bei allen größeren Anbietern Angebote über 24-monatige Tarife, bei denen man ein Tablet günstig dazu bekommt. Wer noch kein Gerät besitzt und weiß, dass er auf lange Sicht regelmäßig surfen wird, kann hier sparen.