M2M-Tarife

Für die Kommunikation zwischen Maschinen, kurz M2M (Machine to Machine) wird vor allem das Mobilfunknetz genutzt. Festnetztarife gab es früher häufiger, sind mittlerweile aber sehr unüblich.

In der Regel für Geschäftskunden gedacht

Vor allem die großen Telekommunikationskonzerne bieten Tarife für M2M-Datendienste in ihren eigenen Netzen an. Dafür werden seltener UMTS-Netze, sondern häufiger GSM-Netze verwendet. Der Grund hierfür ist die größere Verbreitung von GSM-Netzen. Außerdem sind die Datenmengen bei der M2M-Kommunikation meist nicht sehr groß. 2G-Funktechniken reichen hier meist völlig aus. Die Zeichenketten, die den Status einer Maschine, die Position eines Lastwagens oder andere Daten übermitteln, sind oft nur wenige Kilobyte groß.

M2M-Tarife umfassen aber nicht nur Datenmengen, es geht auch um die Zahl der verkauften Sim-Karten und SMS werden oft ebenfalls zwischen Maschinen ausgetauscht. Da man im Gegensatz zu einem privaten Mobilfunkvertrag nicht mit einem Gerät online gehen oder SMS versenden will, sondern mehrere Geräte vernetzen, ist die Zahl der Sim-Karten ein wichtiger Parameter. Bei einigen Anbietern gibt es zum Beispiel Sonderkonditionen, wenn man eine gewisse Menge ab etwa 100 Sim-Karten abnimmt.

In der Regel ist M2M ein Angebot an Geschäftskunden. Es gibt Anbieter wie M2M-Plus, die auch Tarife an Privatkunden verkaufen, doch ist der Anteil dieser Kunden am Gesamtgeschäft überschaubar. Sowohl die Anwendungsgebiete als auch die Rentabilität und der Kostenfaktor sprechen für einen Vertrieb an Businesskunden.

Die Zahlung kann bedarfsgerecht erfolgen

Es gibt Anbieter, die Festpreise verlangen wie zum Beispiel M2M-Plus. Bei anderen wie der Telekom ist der Preis offensichtlich Verhandlungssache. Der Preis hängt dann davon ab, wie viele Anschlüsse man bucht und  ob man noch andere Leistungen des Dienste-Anbieters in Anspruch nimmt, zum Beispiel ein M2M-System als Komplettlösung oder einzelne Teile für ein solches System.

Es gibt Tarife, bei denen eine feste Grundgebühr für eine gewisse Datenmenge verlangt wird und solche, bei denen die Kosten von der Nutzung abhängen und flexibel anpassbar sind. Dazu kommen noch Tarife für die Nutzung im Ausland. In der Regel, ohne solche Optionen, kommen bei der Maschinenkommunikation über Landesgrenzen hinweg hohe Roaminggebühren hinzu, die diese Vorgehensweise schnell zur Kostenfalle werden lassen. Für diesen Fall bietet zum Beispiel Vodafone einen Tarif an, der auch für international agierende Unternehmen überschaubare Kosten bringt.

Diese Überlegungen sollte man anstellen

Um einen passenden Tarif für die unternehmenseigene Maschinenkommunikation zu finden, muss man eine Reihe von Faktoren beachten und zu allererst die eigenen Datenströme erfassen und abschätzen. Je größer das Unternehmen, desto mehr lohnt sich die Einschaltung eines unabhängigen IT-Experten. Nur wenn man den eigenen Bedarf kennt, wird man auch von speziell zugeschnittenen Angeboten profitieren können.

Folgende Kostenfaktoren bei einem M2M-Vertrag sollten auf jeden Fall Beachtung finden: Wie hoch sind die Grundkosten des Tarifs? Wie hoch sind Grundgebühren, Anschlussgebühren, Gebühren für Datenpakete und SMS? Nicht nur die reine Datenmenge und deren Preis ist entscheidend, auch, wie sie berechnet wird. Je nach Rundungsverfahren werden Datenblöcke im 10-Kilobyte oder 100-Kilobyte-Takt gezählt. Je größer der Block, desto mehr Kosten können entstehen durch ungünstige Rundung. Wichtig ist auch, wie hoch die Kosten sind, wenn die vorgesehene Datenmenge überschritten wird.

Grundsätzliche Vertragsmodalitäten wie Laufzeiten, Zusatzkosten durch feste IP-Adressen oder Papierrechnung sind ebenfalls ein Faktor bei den Überlegungen zu einem M2M-Vertragsabschluss. Darüber hinaus gibt es noch technische Fragen: Wie ist die Netzabdeckung am Einsatzort – wichtig bei stationären Anwendungen – oder wie gut ist die Netzabdeckung des Anbieters insgesamt? Je nach Einsatzgebiet ist hier nicht nur die Abdeckung und Signalstärke außerhalb von Gebäuden, sondern auch in geschlossenen Räumen entscheidend. Nur wenn Signale zuverlässig und schnell zugestellt werden, lohnt sich auf lange Dauer eine automatisierte Kommunikation vieler vernetzter Maschinen.