Mobiles Internet: Alle Zugangsarten im Detail

Eine Online-Verbindung für mobiles Internet kann heutzutage entweder per USB-Surfstick, Mobile Hotspot oder WLAN-Tethering hergestellt werden. Hier erfahren Sie alles über die verschiedenen Zugangsarten des mobile Web.

UMTS- und LTE-Surfsticks: Mobiles Internet per USB-Anschluss

Mit Hilfe von USB-Surfsticks können Anwender per Laptop, Note- oder Netbook auch unterwegs ins Internet gehen. Seit der Einführung vor sechs Jahren ist der Preis für die Surfsticks stark gefallen, auch die  Technik hat sich weiterentwickelt. Bei dieser Zugangsart stellt vor allem die unterstützte Datenrate einen wichtigen Unterschied zwischen den verschiedenen Surfsticks dar. Für private Gelegenheits-Surfer sind Billig-Surfsticks, die lediglich HSDPA mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bieten, durchaus sinnvoll. Wer jedoch große Datenmengen in kurzer Zeit aus dem Internet übertragen will, sollte auf einem HSDPA-Stick mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 21,2 Mbit/s oder mehr setzen. Hier bietet sich insbesondere auch der schnelle Netzstandard LTE an. Dafür ist aber ein entsprechender Datentarif Voraussetzung. Um relativ schnell Bilder und Videos hochladen zu können, sollte auch auf den Upload-Turbo HSUPA geachtet werden.

Die Installation eines Surfsticks ist denkbar einfach: Nachdem der Surfstick an dem jeweiligen Rechner per USB angeschlossen wurde, installiert sich die Betreibersoftware in der Regel von alleine und der Kunde kann lossurfen. Die Voraussetzung für eine gute mobile Online-Verbindung ist eine entsprechend gute Abdeckung des Mobilfunknetzes. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass der Surfstick nur einen Rechner versorgt. Weitere Laptops, Tablets oder Smartphones können nicht angebunden werden.

Mobile Hotspot: Mobile Internet-Verbindung für bis zu fünf Endgeräte

Ein Mobile Hotspot – kurz MiFi - verbindet sich per Mobilfunk mit dem Internet und stellt diesen Internetzugang vor Ort per WLAN für andere Geräte wie etwa Smartphones, Tablets und Laptops zur Verfügung. Meist ist der WLAN-Zugang auf fünf Endgeräte beschränkt. Das Gerät ist ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel, aber deutlich flacher. Die Kosten für den Mobile Hotspot liegen bei 50 bis 150 Euro. Je nach Ausstattung wird die Verbindung über HSPA (3G) oder sogar LTE (4G) aufgebaut. Geräte, die eine Verbindung über LTE Internet ermöglichen, sind etwas teurer.

Vorteile von mobilen Hotspots

Die Einrichtung ist vergleichsweise einfach und wird häufig mit Hilfe von kurzen Bedienungsanleitungen erklärt. In der Regel ist ein Start-Passwort konfiguriert, mit dem das WLAN-Netz verschlüsselt ist. Dieses sollte geändert werden, was nach dem Login über einen Webbrowser möglich ist. Der Mobile Hotspot bietet neben der Versorgung von mehreren Geräten einen weiteren Vorteil. So kann das Gerät auch an Orten mit einer besseren Netzabdeckung, beispielsweise an Fenstern, platziert werden, um ein starkes Internetsignal zu bekommen. Das Einbuchen von WLAN-Endgeräten ist im Umkreis von mehreren Metern möglich. Nutzt man für das Smartphone die Datenleitung des mobilen Hotspots, kann man nicht nur Datentraffic auf der Smartphone-SIM-Karte sparen sondern auch den Akku schonen.

Einige höherwertige Geräte bieten noch weitere Features. So ist es bei einigen Mobile Hotspots möglich, eine Speicherkarte einzulegen und damit eine Art kleinen Server für die berechtigten Geräte zu betreiben. Auf diesem Weg können mobile Dateien untereinander ausgetauscht werden. Andere mobile Hotspots bieten auch die Möglichkeit, ein lokales WLAN-Netz an die angeschlossenen Geräte zu verteilen. Das ist vor allem bei der Nutzung von kommerziellen Hotspots in Hotels oder Bahn und Flugzeug interessant. Denn damit werden die kostenpflichtigen Zugangsdaten nur einmal für den Hotspot benötigt. Nachteil des mobilen Hotspots ist die begrenzte Akkulaufzeit von 3 bis 4 Stunden. Des Weiteren ist wie beim Surfstick auch bei dieser Zugangsart eine eigene SIM-Karte mit Datentarif notwendig.

Tethering: Das Smartphone als WLAN-Hotspot

Tethering bezeichnet die Möglichkeit, mit dem Smartphone einen WLAN-Hotspot per Mobilfunk zu eröffnen und so eine Internetverbindung auch für den PC oder das Tablet herzustellen. Bei dieser Zugangsart fungiert das Smartphone als WLAN-Modem. Heute ist diese Funktion in nahezu allen Smartphones eingebunden. Das WLAN-Tethering ist die einfachste Variante, um mit Hilfe des Smartphones oder Tablets weitere Geräte online zu bringen.

Doch diese Methode bringt auch einige Nachteile mit sich. Zum einen verbraucht das Tethering viel Akku-Kapazität des Smartphones. Der Grund hierfür ist, dass das Smartphone nicht nur Verbindung zum Mobilfunknetz halten und hier die Daten senden und empfangen muss, sondern gleichzeitig noch ein WLAN-Signal mit entsprechendem Akkuverbrauch senden muss. Hinzu kommt, dass die meisten Nutzer keine großen Datenpakete für ihr Smartphone buchen. Das Datenvolumen für Smartphones liegt meist zwischen 200 und 500 Megabyte im Monat. Für spontane und sporadische Datenverbindungen per WLAN ist diese Zugangsart jedoch durchaus hilfreich.

Autor: Boe