Ratgeber Sim-Karten

Eine Sim-Karte ist, vereinfacht gesagt, eine Art elektronischer Ausweis: Sie wird ins Mobiltelefon gesteckt oder in den Surfstick oder in das Notebook oder den Tablet-PC. Sie enthält die Daten, mit denen sich der Nutzer bei den Rechnern eines Mobilfunknetzes ausweist: Wer er ist und bei welchem Mobilfunkbetreiber er welche Dienste nutzen darf.

Diese Daten werden von der Sim-Karte ausgelesen und per Funk an die Rechner der Mobilfunkbetreiber übermittelt.

Technisch besteht die Sim-Karte aus einer sehr kleinen Recheneinheit, einem so genannten Prozessor und einem Datenspeicher, in dem die oben genannten Angaben zum Benutzer gespeichert werden.

Sim-Karte: Ohne geht gar nichts

Für jede Nutzung eines Mobilfunknetzes braucht man diese Sim-Karte, ohne sie kommt man nicht in das Mobilfunknetz. Wenn man bei einem Mobilfunkbetreiber einen Tarif fürs Handy oder Smartphone bestellt, oder einen Datentarif für den Laptop, bekommt man eine Sim-Karte zugeschickt. Diese Sim-Karte kann unterschiedlich groß sein, sie ist durch einen Zahlencode, den man ins Gerät eingeben muss, vor der Nutzung durch Fremde geschützt.

Evolution durch Schrumpfen: Von der Sim-Karte zur Micro-Sim-Karte

Die erste Sim-Karte wurde 1991 von der Münchener Firma Giesecke & Devrient für den inzwischen vom Markt verschwundenen finnischen Mobilfunkbetreiber Radiolinja hergestellt, geliefert wurden damals 300 Stück.

Die Sim-Karten wurden im Laufe der technischen Entwicklung immer kleiner um mehr Platz in den immer kleineren und flacheren Mobilfunktelefonen zu sparen. Da gibt es zunächst das Format 85,6 Millimeter mal 54 Millimeter, dies ist auch bei Bankkarten oder Kreditkarten üblich, wird aber heute nicht mehr in Geräten verwendet. Aus einer Karte in diesem Format wird heute meistens eine kleinere Karte herausgebrochen, die sogenannte Mini-Sim-Karte, sie misst 25 mal 15 Millimeter. Noch ein Stückchen kleiner ist die Micro-Sim mit 15 mal 12 Millimeter, sie besteht praktisch nur noch aus dem Rechner- und Speicherteil und einem sehr schmalen Plastikrand.

Die Nutzung der Sim-Karten

Sim-Karten können auf unterschiedliche Art genutzt werden. Normalerweise hat man eine Sim-Karte für das Handy und/oder eine zweite Sim-Karte für den Laptop oder den Tablet oder einen anderen tragbaren Rechner.

Sim-Karten, die im Laptop verwendet werden, um den mobilen Zugang ins Internet zu eröffnen, können oft nicht im Handy genutzt werden. Oft ist mit diesen Sim-Karten auch die Nutzung von Internet-Telefonie – technisch nennt man das Voice over IP, kurz VoIP – entweder per Vertrag untersagt oder nicht möglich. Es gibt allerdings auch Anbieter, die Sim-Karten haben, die man vom Laptop beziehungsweise dem Surfstick auch ins Handy umlegen kann – dann gelten für Telefonate und SMS meist die Preise des Einheitstarifes.

Umgekehrt kann man zwei Sim-Karten mit einem Mobilfunkvertrag nutzen. Die eine kann man beispielsweise ins Smartphone, die andere ins Handy im Auto oder in den Surfstick des Laptop einlegen. Für diese zweite Simkarte wird dann eine zweite Gebühr fällig.

Schließlich gibt es auch Smartphones oder Handys, die man mit zwei Sim-Karten betreiben kann: Die sogenannten Dual-Sim-Handys. Mit ihnen hat man vereinfacht gesagt zwei Telefonnummern auf einem Handy und kann folglich zwei unterschiedliche Telefontarife auf einem Mobiltelefon nutzen.