Videotelefonie

In UMTS-Netzen kann man sein Gegenüber während des Telefonats auch sehen. Die hohen Übertragungsraten machen es möglich, neben der Stimme auch bewegte Bilder zu senden und empfangen. Als Voraussetzung dafür benötigen beide Gesprächspartner ein UMTS-fähiges Handy mit einer Kamera. Günstig ist die Videotelefonie nicht, nur in wenigen Ausnahmen, wie bei Vodafone fallen keine Extrakosten an.

Hohe Preise und wenig Akzeptanz

Wer in Verbindung mit einem Video telefonieren will, muss sich in ein UMTS-Netz einwählen, da die Übertragungsraten in den langsameren GSM-Netzen nicht ausreichen, selbst dann nicht, wenn diese per EDGE ausgebaut sind und bis zu 230 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) bieten. Man muss sich also an einem Ort befinden, an dem das Mobilfunknetz entsprechend ausgebaut ist. Auch eine Kamera ist notwendig, um Bilder übertragen zu können. Eine Reihe von Handys hat dafür eine zweite Kamera auf der Frontseite, um die Videotelefonie zu erleichtern.

Unter anderem die hohen Preise – sie liegen in der Regel zwischen 30 Cent und 1,20 Euro pro Minute – sind ein Grund dafür, dass sich die Videotelefonie bislang nicht als Massenprodukt durchgesetzt hat. Bereits 2004, parallel zur Einführung von UMTS, führten die Netzbetreiber auch die Videotelefonie ein, als sogenannte „Killerapplikation“, die der UMTS-Nutzung zum Durchbruch verhelfen sollte.