25.03.2015

Laptop-Datentarife und Tablet-Datenflatrates mit viel Inklusivvolumen für mobiles 3G- & 4G-Internet werden immer wichtiger

Mobile Datendienste bescheren den Mobilfunkern die höchsten Umsätze. In diesem Jahr werden die Daten-Umsätze für mobiles Websurfen sogar erstmalig die Umsätze für Sprachdienste übersteigen. So lautet eine Prognose des Branchenverbandes Bitkom.

Quelle: Edita Pawlowska / Fotolia.com

Dienste für mobiles Internet auf dem Vormarsch: „Bedeutende Umwälzung auf Mobilfunkmarkt“

Die Mobilfunker erwirtschaften einen Großteil ihres Umsatzes mittlerweile mit mobilen Datendiensten. Die mobile Sprachtelefonie scheint hingegen langsam auszudienen. Laut einer Prognose des Bitkom übersteigt in diesem Jahr erstmalig der Umsatz für Datendienste den Umsatz für mobile Sprachdienste. 

Der Bitkom geht im Bereich mobiles 3G- & 4G-Internet  von einem Anstieg von 6,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro aus. Der Umsatz mit Handy-Telefonie werde hingegen um 8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro sinken. "Wir erleben in diesem Jahr eine bedeutende Umwälzung auf dem Mobilfunkmarkt", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum. "Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft geworden."

LTE-Funknetz als ein Treiber des Wandels

Ein Grund für das Wachstum im mobilen Datenbereich ist unumstritten der schnelle Datenfunk LTE. Aber auch die mobile Nutzung von Online-Netzwerken und Apps sowie die Digitalisierung der Industrie spielen eine wichtige Rolle.

Zudem werden Mobilfunkgespräche aufgrund der zahlreichen All-Net-Flats immer günstiger. Dennoch: Das Umsatzplus im mobilen Datenbereich in Höhe von 600 Millionen Euro kann das Umsatzminus bei der mobilen Sprachtelefonie in Höhe von 900 Millionen Euro noch nicht abfangen.

Anforderungen an Breitband-Netz-Infrastruktur wächst

Ein Problem - so das Fachportal www.smartphoneflatratevergleich.de - bei dieser Umsatzrechnung stellen hingegen sogenannte Bundle- oder All-Net-Flats dar. Diese Allnet-Internet-Tarife vereinen Internet und Sprachtelefonie für einen monatlichen Festpreis. Wie also ein Anbieter den Umsatz bei einem Tarif aufteilt, der beispielsweise 500 Megabyte (MB) Daten für mobiles Internet und eine Sprachflatrate in alle Netze für 20 Euro im Monat aufteilt, ist nicht bekannt.

Mit der steigenden Datenmenge wächst aber auch der Anspruch an die Infrastruktur. Laut Zahlen der Bitkom wurden 2014 rund 370 Millionen Gigabyte (GB) über die Mobilfunknetze übertragen. Für 2015 erwartet der Branchenverband 480 Millionen GB übertragene Daten im Mobilfunknetz. Daher ist es wichtig, dass die neuen 700-MHz-Frequenzen so schnell wie möglich freigegeben werden.

Autor: ES