26.08.2013

Smartphone-Internet: ein Viertel bleibt offline

Knapp ein Viertel aller Smartphone-Besitzer ist offline. Das ergab eine TNS-Infratest-Umfrage, die der Netzbetreiber E-Plus jährlich in Auftrag gibt. Für mobiles Internet sehe man keine Verwendung und es sei ohnehin zu teuer, so die Begründung der Netz-Verweigerer. Dennoch steigt die Zahl der Smartphone-User seit den letzten Jahren stetig an. Der größte Zuwachs kommt dabei aus der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen.

Inzwischen hat fast jeder zweite der 40- bis 49-Jährigen ein Smartphone. Damit ist prozentual gesehen der Anteil der Smartphone-Besitzer in dieser Altersgruppe innerhalb des letzten Jahres am deutlichsten gewachsen: von 34 Prozent auf aktuell 46 Prozent.

Keine Verwendung für mobiles Internet

Aber auch die Generation der über 60-Jährigen entscheidet sich immer öfter für ein Handy. Derzeit besitzen rund 69 Prozent ein Mobiltelefon, allerdings erst jeder zehnte davon ein Smartphone. Das geht mit dem Ergebnis einher, dass fast Dreiviertel der Befragten in dieser Altersgruppe keine Verwendung für das mobile Internet sehen.

Fasst man die Gruppe der Smartphone-Offliner zusammen, so halten 36 Prozent von ihnen mobiles Internet nach wie vor zu teuer. Telefonie und Kurznachrichten halten 57 Prozent für absolut ausreichend. Auch auf lange Sicht sieht fast die Hälfte (41 Prozent) von ihnen keinen Bedarf am mobile Web.

Dagegen steht die Gruppe der Smartphone-Nutzer, von denen die Hälfte angibt, ihr Handy regelmäßig für mobiles Internet mit Anwendungen wie Mailen, Surfen oder Chatten nutzen und damit häufiger als für Anrufe oder Kurznachrichten. Der größte Anteil entfällt hier mit satten 72 Prozent auf die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen.

Wie viel Datenvolumen verbraucht der Durchschnitt?

Unterschiede gibt es unter den aktiven Smartphone-Nutzern allerdings beim Datenverbrauch. Die Masse, rund 43 Prozent, gaben an mit 50 bis 200 Megabyte Datenvolumen pro Monat auszukommen. Etwa ein Viertel benötigt immerhin schon mindestens 200 bis 500 Megabyte. Ein noch größeres Datenvolumen hält aber nur noch jeder fünfte für erforderlich.

Allgemein lässt sich aus der Studie ablesen, dass klassische Tastenhandys definitiv am Aussterben sind. Im Jahr 2011 hatte immerhin noch der Großteil (84 Prozent) der Handy-Besitzer ein solches Tastenmodell, aktuell sind es nur noch knapp 53 Prozent. In der gleichen Zeit ist der Anteil der Smartphones von 16 Prozent auf 45 Prozent gestiegen.

Autor: MBR