Mobilfunk-Router

Router verbinden sich mit dem Internet und teilen die Verbindung mit mehreren anderen Geräten. Es gibt sie auch für das mobile Internet, das sie dann entweder mobil oder stationär über ein WLAN verteilen.

Diese Varianten gibt es

Mobilfunkrouter gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Grundsätzlich teilen sie sich in zwei Gruppen: stationäre und mobile Router. Stationäre Router sind für die Stromversorgung auf eine Steckdose angewiesen und sind unterwegs nicht zu gebrauchen. Bei den stationären Routern gibt es wiederum mehrere Varianten. Es gibt solche Geräte, die eigentlich herkömmliche WLAN-Router sind. Sie verbinden sich über ein DSL-Kabel mit dem Internet und geben das Signal per Ethernet-Kabel oder WLAN weiter. Über einen USB-Anschluss jedoch kann an diese Geräte ein UMTS-Stick angeschlossen werden, um bei einem Ausfall des DSL-Anschlusses eine sogenannte „Fallback“-Variante parat zu haben. Man benötigt also zusätzlich zum Router einen Surfstick.

Es gibt auch Router, die ebenfalls über DSL ins Internet gehen, aber über ein eigebautes UMTS-Modul verfügen. In diese Router muss man nur eine Sim-Karte einstecken und kann dann entweder per DSL oder Mobilfunk im Internet surfen. Einige stationäre Router können sich auch nur über das integrierte UMTS-Modul mit dem Internet verbinden.

Mobile Router zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ohne Steckdose über einen Akku mit Strom versorgt werden. Sie sind meist sehr handlich und kaum größer als ein Handy. Sie verbinden sich ausschließlich mit dem mobilen Internet und geben die Signale auch nur über WLAN weiter. Ein Mobilfunkmodul ist in diesen Geräten fest eingebaut, man muss also nur eine Sim-Karte anschließen. Die Akkus solcher mobilen Hotspots halten in der Regel zwischen drei und sechs Stunden unter Volllast.

Eine Sim-Karte ist notwendig

Mobilfunkrouter benötigen eine Sim-Karte, um eine Verbindung mit dem Internet aufbauen zu können. Auf der Sim-Karte sind die Informationen zum Nutzer und seinem Tarif abgelegt. Über diese Informationen ist er eindeutig als Netzteilnehmer identifizierbar und Kosten können so zugeordnet und abgerechnet werden.

Router verwenden in der Regel Mini-Sim-Karten, also die herkömmliche Variante, die auch in Surfsticks oder Handys zum Einsatz kommt. Hat man einen Surfstick und einen mobilen Router, so kann man die Sim-Karte in beiden Geräten nutzen. Die Tarifbestimmungen bei Handys verbieten es jedoch meist, die Telefon-Sim in einem Mobilfunkrouter zu verwenden.

Die Frequenzauswahl ist wichtig

Mobilfunkrouter empfangen und senden meist in GSM- und UMTS-Netzen, einige wenige auch in LTE-Netzen. In anderen Ländern kommen Techniken wie CDMA2000 oder Wimax zum Einsatz, sie sind in Deutschland jedoch nicht gebräuchlich. Im Ausland erworbene Router sind also nur unter Umständen in Deutschland sinnvoll.

In GSM-Netzen funken Router in der Regel auf maximal vier Frequenzen: 850, 900, 1800 und 1900 Megahertz (MHz). In UMTS-Netzen sind hierzulande Frequenzen um 2100 MHz gebräuchlich. Router unterstützen oft auch den Bereich um 900 MHz, der seit 2012 in Deutschland für UMTS genutzt werden darf. Andere gängige UMTS-Frequenzen sind die Bänder um 850 und 1900 MHz. Beherrscht ein Router mehr Frequenzen, ist der internation flexibler.

LTE-Router senden und empfangen in der Regel im 800-MHz-Bereich, da sie in Deutschland bisher nur für den stationären Gebrauch zu haben sind. Mobile Router für den Einsatz in Ballungsräumen gibt es noch nicht hierzulande. Der 800-MHz-Bereich wird auf dem Land eingesetzt, um sogenannte weiße Flecken zu schließen, die bisher ohne Breitbandinternet auskommen mussten.

Geräte und Router müssen sich verständigen können

Das Internetsignal geben Router entweder über Ethernet-LAN-Kabel weiter oder über WLAN. Einige wie die mobilen Hotspots geben die Signale ausschließlich über WLAN weiter. Nicht nur im Mobilfunknetz, auch im lokalen Netzwerk spielen Frequenzen eine große Rolle. Die Mehrzahl der Router sendet seit je her auf der Frequenz um 2,4 Gigahertz (GHz). Einige neuere Router jedoch senden auch auf dem Frequenzband um 5 GHz. Sie sollten darauf achten, dass Router und Endgeräte eine gemeinsame Frequenz haben, um überhaupt kommunizieren zu können.

Daneben gibt es verschiedene WLAN-Standards. Sie tragen die Bezeichnung IEE 802.11 b, g oder n. Der Standard 802.11b ist der älteste und bietet im Netzwerk nur Datenraten von bis zu 11 Megabit pro Sekunde im Datenaustausch. Mit dem Standard 802.11g kommt man auf 54 Mbit/s und mit 802.11n auf 300 Mbit/s. Gerade bei Mobilfunkverbindungen genügt der g-Standard vollkommen, um die Internetverbindung in unverminderter Geschwindigkeit weiterzugeben, doch um Daten zwischen den Geräten  im Netzwerk auszutauschen, sollte es schon 802.11n sein. Auch hier gilt: Die Endgeräte müssen den Router verstehen, also einen Standard unterstützen, den der Router bietet.

Die Einrichtung erfolgt über den Browser

Router müssen zwar nicht installiert werden wie Surfsticks, aber sie müssen eingerichtet werden. Diese Konfiguration geschieht meist über den Browser. Über eine IP-Adresse, meist 192.168.0.1 oder 192.168.2.1 erreicht man den Router, gibt hier Benutzer und Kennwort ein und nimmt dann die notwendigen Einstellungen vor.

Dazu gehört die Auswahl von Frequenz und verwendetem WLAN-Standard genauso wie die Eingabe der Zugangsdaten des Internetproviders. Über die Konfiguration richten Sie auch Sicherheitsmaßnahmen ein, mit denen das lokale Funknetzwerk geschützt werden kann. Verschlüsselungen und zum Beispiel die Verschleierung des lokalen Netzwerks verhindern, dass Unbefugte in das Netz eindringen und Informationen abfangen. Hundertprozentige Sicherheit bieten diese Maßnahmen nicht, erschweren den Einbruch aber zumindest so sehr, dass sich die meisten Übeltäter wieder zurückziehen.